14:00 Uhr | Workshops "Recht auf Stadt"

01.08.2015 Ort:

cine|diverse und Torsten Schulze, Stadtrat Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN laden ein: 

Die Stadt gehört uns - auch in Dresden.

Dazu haben sich zahlreiche Projekte, Initiativen und Netzwerke zusammengeschlossen und machen sich Gedanken über Aspekte der Stadtgestaltung/Stadtentwicklung jenseits investorengetriebener Planungen, d.h. über unser ‚Recht auf Stadt’. 

Anhand von Prozessen in Hamburg und am Beispiel der ESSO-Häuser am Spielbudenplatz in St. Pauli wollen wir diese Entwicklungen weiterdiskutieren. 

Vorabend: Filmabend mit anschließendem Gespräch / 31.Juli 20:00 Uhr Schauburg
Film ‚Buy Buy St. Pauli’ mit anschließendem Gespräch mit Filmemacherin Irene Bude und dem Filmemacher Steffen Jörg. (Eintritt 6 € / 5 € ermäßigt)

Workshops ‚Recht auf Stadt’ in der Zeit von 14:00 - 18:00 Uhr möchten wir die Gelegenheit nutzen, um gemeinsam über bisherige und perspektivische Ansatzpunkte in Dresden zu diskutieren. Dabei sollen vier Aspekte in den Vordergrund rücken: 

  • Recht auf Wohnen, 
  • Recht auf Frei- und Arbeitsräume, 
  • Recht auf und im öffentlichen Raum und 
  • die Vernetzung untereinander.

Hierzu brauchen wir Euch! Wir möchten Euch einladen, Teil der Workshops zu sein, Eure Erfahrungen und Ansätze mit anderen Akteur*innen zu teilen, um uns einander sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und Kräfte zu bündeln. 

Anmeldung: per Mail an Friederike Engst (cine|diverse e.V. i.G.)  f.engst@gmx.de mit Angaben zu Personenzahl. Falls Ihr darüber hinaus noch Hinweise, Anmerkungen oder Ideen habt, könnt Ihr sie ebenfalls an diese Adresse senden.
 

Workshop I: Recht auf Wohnen
Städte werden zunehmend attraktiver als Wohnort. Kulturelles, soziale und Arbeitsangebote führen zu einem verstärkten Zuzug. Höhere Lebenserwartungen und steigende Geburtszahlen führen zu einer verstärkten Nachfrage nach geeignetem Wohnraum und lassen die Leerstandsquote bei Wohnraum immer weiter sinken. Sanierungen der Bestandsgebäude und steigende Baupreise bei Neubauten lassen die Mieten deutlicher ansteigen als in den zurückliegenden Jahren. Die Stadt Dresden plant die Gründung einer neuen kommunalen Wohnungsgesellschaft. Der Stadtrat hat die Einführung einer Mietpreisbremse beschlossen. Kann damit der Trend steigender Mieten aufgehalten werden? Welche Chancen bestehen, Wohngemeinschaften zu erhalten oder neu zu initiieren? Welche Formendes Miteinanderlebens, Miteinanderwohnens gibt es, wie bezahlbar sind diese?
Verschiedene Dresdner Initiativen, die sich mit dem Thema Wohnen auseinandersetzen sprechen über ihre Erfahrungen. Torsten Schulze stellt die Pläne für die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft zur Diskussion.

Workshop II: Recht auf Frei- und Arbeitsräume
In einer veränderten Arbeitswelt richtet sich die Nachfrage nach Arbeitsräumen zunehmend auf variable, temporär nutzbare, bezahlbare Arbeits- und Werkstatträume aus, die in Gemeinschaft mitanderen stehen. Wichtig sind weiterhin die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie ein tolerantes und kreatives Umfeld. Das alles sind Faktoren, die den Erfolg oder Misserfolg dieser kreativen Zentren entscheidend mitbestimmen. Anhand konkreter Beispiele bestehender oder geplanter Kreativzentren in Dresden sollen die notwendigen Rahmenbedingen und konkreten Wechselwirkungen dargestellt und diskutiert werden. So ist z.B. die Feuerwache in der Neustädter Katharinenstraße das Thema einer Diplomarbeit, die innerhalb des Workshops vorgestellt wird.

Workshop III: Recht auf und im öffentlichen Raum
Öffentlicher Raum unterliegt zahlreicher Reglementierungen und wird sehr stark von Werbung dominiert. Die Nutzung des Öffentliches Raums ist für den Einzelnen kaum möglich oder nur mit hohen Kosten verbunden. Street-Art will durch seine Interventionen einen Teil des öffentlichen Raumes zurückgewinnen und mit der Sprache der Kunst Denkanstöße geben, AHA-Effekte anstoßen oder auch gesellschaftliche Prozesse begleiten. Dabei ist das Spektrum sehr breit, angefangen bei kleinen Tags über Graffitis, Stencils, Adbusting von Plakaten und Schildern bis zum Einstricken von Gegenständen. Die Akteure bewegen sich dabei oft auf einem schmalen Grat zwischen Legalität und Illegalität.
Welchen Stellenwert haben Werke der Street-Art und sollten sie für die Nachkommenden erhalten werden? Ist die Illegalität ein wesentlicher Faktor von Street-Art und ist sie Voraussetzung für die Botschaften ihrer Schöpfer? Wie viel Platz sollte im öffentlichen Raum für legal entstehendeStreetArt-Werke geschaffen werden und sollte über den Inhalt vorher entschieden werden?
Jens Besser agiert international als StreetArtists und will über Für und Wider dieser stark diskutierten Form der zeitgenössischen Kunst mit Interessierten sprechen. Dieser Workshop verknüpft dieVeranstaltung mit dem in diesen Tagen stattfindenden Urban Art-Festival LACK STREICHE KLEBER.

Workshop IV: Vernetzung von Akteur*innen und Initiativen, Erfahrungen aus Hamburg
Was haben Kleingärtner*innen mit der Roten Flora zu tun? Beides -und noch viel mehr - gehört zum Recht auf Stadt- Netzwerk in Hamburg. Recht auf Stadt? Ja, das nehmen wir uns: das Recht, die Stadtin der wir leben, selber mit zu gestalten. Und das soll funktionieren? Ob und wie das funktioniert wollen wir mit euch in diesem Workshop erkunden. Wir geben einen Überblick, was gelaufen ist seit der Gründung 2009 und wie der Stand der Dinge ist. Wir bringen viele Bilder und unsere Erfahrungen mit und wollen uns mit euch austauschen.
Wir, das sind Steffen Jörg und Irene Bude. Zusammen mit Olaf Sobczak haben wir zwei Filme zum Thema Gentrifizierung gemacht: 2009 "Empire St.Pauli" (http://www.empire-stpauli.de), der onlinegeschaut werden kann und 2014 "buy buy st.pauli", mit dem wir gerade auf Tour sind.

Informationen und Anmeldungen:
Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN; 0351 488 2699, gruene-fraktion@dresden.de
cine I divers, f.engst@gmx.de
www.facebook.com

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