18. Juli 2020 | Totgesagt und Hochgejubelt 30 Jahre BRN

von Anett Lentwojt

Die neue Ausstellung: "Totgesagt und Hochgejubelt - 30 Jahre BRN" öffnet im Stadtteilhaus.

Samstag, den 20. Juni 2020 12-18 Uhr und Sonntag, den 21. Juni 2020 14-18 Uhr.

Wir bitten die Besucher einen Mundschutz zu tragen. In das Museum können nur 5 Besucher*innen gleichzeitig.

Angefangen hat alles in der Zeit des Mauerfalls. Der Stadtteil war damals sehr marode, viel Leerstand, Umbruchstimmung lag in der Luft. Die Bewohner*innen waren Student*innen, Kreative und ältere Menschen, deren Heimat schon immer die Neustadt war.

In einer Bierlaune wurde eine Republik ausgerufen, eine Mikronation, durchaus mit einem politisch-visionären Gedanken. Die oft links orientierten Neustädter*innen sahen den Mauerfall als Chance für eine neue Gesellschaftsform. Eine ordentliche provisorische Regierung entstand, mit einem Monarchen ohne Geschäftsbereich und Minister*innen für Wehrkraftzerfetzung, Pfuinanzen, Volksentblödung und Unkultur. Das musste gefeiert werden! Die BRN war geboren!

Über die Jahre wurde die BRN immer beliebter. Die BRN hatte eine Größenordnung angenommen, mit der damals keiner gerechnet hat. Es kam zu Ausschreitungen und zur Neuorientierung. Danach gab es keine Gesamtveranstalter*innen mehr.

Heute kämpft die BRN gegen Beliebigkeit und befindet sich fest im Griff der Stadt, die ordnend die bunten Veranstaltungen in ein Korsett quetscht.

2020 wurde die BRN aufgrund der Corona-Pandemie von der Stadt abgesagt. Und doch wird ihrer gedacht. Der kreative Ungehorsam der Anfangsjahre ist immer noch da.

 

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