Hinter der Fassade des Bischofsweges 24 versteckt sich eine Oase. Bereits seit 1999 setzt die Bildende Künstlerin Ulrike Gärtner dort ihre Idee vom „Fremden Garten” um. Die vorwiegend aus Ostasien stammenden Pflanzen bilden ein kleines begehbares Kunstwerk. Wer Exotik erwartet, wird staunen, dass uns die einst fremdländische Vegetation inzwischen so vertraut ist. Fast die Hälfte der hiesigen Gartenpflanzen, darunter Forsythie, Bambus oder Rhododendron, stammt aus Japan oder China.
In Zeiten von Globalisierung und Klimawandel stellt Ulrike Gärtner mit ihrer Kunst Fragen, die über den Gartenzaun blicken: Welche Verantwortung übernehmen wir für das, was wir uns ins Land geholt haben? Und wie viel Achtung zollen wir dem historisch Gewachsenen vor der Haustür? Sind wir noch fähig, dem verbliebenen Stück Natur in der Stadt unsere Liebe und Sorge, Mühe und Pflege angedeihen zu lassen?